Verspäteter Saisonstart

Aufgrund der Corona-Krise mussten auch für die Behindertensportler bisher sämtliche Rennen 2020 abgesagt werden, auch die Paralympics in Tokio wurden bereits auf 2021 verschoben.

Ich habe versucht, das Beste aus der Situation zu machen und seither zuhause oder auf den Straßen rund um meinen Heimatort im Bezirk Schärding trainiert und bisher 15.520 Trainingskilometer absolviert.

Aufgrund der geringen Infektionszahlen in der Tschechischen Republik und der Grenzöffnung zu unseren Nachbarn startet ich am Sonntag, den 28. Juni bei der internationalen Tschechischen Meisterschaft für Menschen mit Behinderung die Bewerbssaison mit einem 25 Kilometer Straßenrennen im Autodrom von Brünn.

Highlight der verbleibenden Rennsaison sind die Staatsmeisterschaften in Schärding und die 7. Internationale OÖ. Paracycling Tour vom 4. bis 11. Oktober 2020. Ich freue mich, dass jetzt nach monatelangem Training endlich wieder Rennen gefahren werden können.

Wie viele andere Sportarten hat die Corona-Krise auch den Behindertenradsport vor eine schwere Probe gestellt. Seit Mitte März wurden sämtliche Rennen abgesagt werden. Diese Situation stellte uns auf eine harte Probe, da durch den Rennstopp bisher heuer nur geringe Vermarktungsmöglichkeiten gegeben waren. Daher sind die jetzt geplanten Rennen besonders wichtig.

Die Rennsaison startet für den Weltklasse-Handbiker am 28. Juni am GP-Rennkurs in Brünn. Die ersten Rennen für die UCI Weltrangliste und die erneute Qualifikation für die Paralympics in Tokyo starten am 12. und 13. September mit dem Europacup in Puchov in der Slowakei.

In der Woche darauf gehe ich zum 1. Mal beim King of the Lake an den Start: Bei diesem Mega-Event gilt es 47,2 Kilometer und 280 Höhenmeter im Rahmen eines Einzelzeitfahrens zu absolvieren. Danach geht es zum Europacup nach Lugano in der Schweiz. Am 11. Oktober stehen dann die Staatsmeisterschaften in Schärding am Programm. Die 7. Int. OÖ. Paracycling Tour vom 04. bis 11. Oktober umfasst vier Etappen in Lengau, Rainbach im Innkreis (meinem Heimatort), Schwanenstadt und Schärding. Den Saisonabschluss bildet der Europacup in San Remo/Italien am 25. Oktober 2020.

Das große sportliche Ziel bleiben die Paralympics in Tokio, die aufgrund der Corona-Krise bereits auf 2021 verschoben wurden. Meinen Startplatz habe ich fast fix und ich habe mir bei diesem nur alle vier Jahre stattfindende Weltsportereignis eine Medaille zum Ziel gesetzt.

Bisher habe ich heuer über 15.520 Trainingskilometer, 14.100 davon Corona bedingt auf der Trainingsrolle im Keller, absolviert. Mein neuer persönlicher Rekord in nur einer Trainingswoche liegt jetzt bei 539 Kilometer.

Mit Headcoach Dr. Christoph Etzlstorfer starte ich heuer in die 12. Saison. Weiter im Team ist Sportwissenschaftler Markus Kinzlbauer aus Neumarkt am Wallersee, Mentaltrainer Bernhard Streif aus Zell/Pram, Physiotherapeut Christoph Kohlbauer aus St. Florian am Inn und PR-Berater Robert Wier aus Bad Schallerbach. Professionelle Unterstützung nutze ich als Heeressportler und Kaderathlet des Sportlandes OÖ von Sportpsychologen Mag. Stefan Aigner im Olympia Zentrum auf der Gugl in Linz. Bewährte Unterstützung erhalte ich bis Tokio 2021 von IT-Fachfrau Irmi Ablinger aus St. Georgen bei Grieskirchen, Radmechaniker Erwin Sommergruber aus St. Roman und Handbike-Hersteller Ludwig Hackinger aus St.Georgen b. Obernberg.

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